Das kleine Museum empfängt den Besucher mit alltäglichen Details des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens in der Stadt zur Zwischenkriegszeit. Vom Völkerbund 1920 zur Freien Stadt erklärt, war das politische Geschehen in Danzig vom Tauziehen um unterschiedliche nationale Interessen bestimmt: dem Anschluss an das Deutsche Reich einerseits und der stärkeren Einflussnahme des umgrenzenden Polen und der polnischen Minderheit in der Stadt andererseits. Historische Propagandaschriften lassen die Stimmungen in der Stadt erahnen. Viele Bewohner verstanden sich jedoch weder als Polen noch als Deutsche, sondern als Danziger. Diese Perspektive will das Museum zeigen. Zu sehen sind die Spuren fortschrittbringender Firmen in der Gegend, wie Oetker und Anglas, sowie die eigene Währung, der Danziger Gulden, der sich verhältnismäßiger Stabilität erfreute. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen wurde Danzig bald zum Kriegsschauplatz. Von letzterem zeugen lokale Zeitungsartikel. Des Weiteren dokumentieren damalige Reiseführer, Schulbücher und Briefmarken das Zeitgeschehen. Ein gemütliches Hinterzimmer lädt zur Schopenhauer-Lektüre im historischen Sessel ein. Lohnend: Bei vorheriger Anmeldung wird gerne eine Führung in deutscher Sprache angeboten.
Eintritt: 5zł, ermäßigt 3zł.